Bestes Ergebnis beim Finale der Blancpain Endurance Series

Auf dem Nürburgring herrschte typisches Eifelwetter mit starkem Regen und Nebel. Für die über 40 Teilnehmer des 1000 km Rennens auf dem Grand Prix-Kurs des Nürburgrings bedeutete dies schwierigste Rennbedingungen. Kein Grip, wenig Sicht, Weltuntergangstimmung.

Trotzdem schien für das Schweizer Emil Frey Racing am Ende die Sonne. Die drei Piloten Fredy Barth, Gabriele Gardel und Jonathan Hirschi, der den aus familiären Gründen verhinderten Lorenz Frey ersetzte, liessen sich nach fehlerfreien Stints auf P19 abwinken, die bisher beste Klassierung des Emil Frey GT3 Jaguar. Der zum Rennen angereiste Lorenz Frey freute sich über diesen Erfolg ebenso wie über 50 Gäste des Emil Frey Racing Teams.

Dabei war dieser angestrebte Top20-Platz für die noch junge Schweizer Mannschaft ein hartes Stück Arbeit mit einigen Rückschlägen. Nach P10 im Bronze-Test und P22 im freien Training, gab es in der Qualifikation einen Dämpfer. Zuerst erwischte Gardel keine freie Runde. Dann gab es Probleme mit der Schaltung und schliesslich setzte Regen ein, sodass Barth nur noch einen Funktionstest durchführen konnte, was die schlechte Startposition (P30) erklärt.

Bevor das bei misslichster Waschküchenatmosphäre hinter dem Safetycar gestartete Rennen nach rund 20 Minuten freigegeben wurde, musste der Emil Frey GT Jaguar wegen angelaufener Scheiben ein erstes Mal die Boxen ansteuern.

Als es von ganz hinten endlich losging, kam die blaue Raubkatze immer besser in Fahrt. Mit schnellen, zu den Gegnern sehr konkurrenzfähigen Rundenzeiten bewegte sich das einzige rein schweizerische Team stets zwischen den Rängen P20 und P25, dank späten Boxenstopps rückte es gelegentlich bis auf P12 vor. In der abtrocknenden Schlussphase des Rennens war Fredy Barth auf Slicks schliesslich auf Kurs für einen Top15-Rang, den aber eine unglückliche Strafe, eine Fehlermeldung und ein zusätzlicher Boxenstopp vereitelten.

Fredy Barth: «Auf das Erreichte dürfen wir stolz sein. Das komplette Team hat vor und während des Wochenendes hervorragend gearbeitet. Mit diesem Top20-Ergebnis unter schwierigsten Bedingungen haben wir als einziger privater Hersteller in dieser hochkarätigen Profiliga ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht! Ohne die, bei den zusätzlichen Boxenstopps verlorenen Minuten, hätten wir noch besser abschneiden können. Alles in allem hat sich unser Emil Frey GT3 Jaguar aber sehr gut und zuverlässig geschlagen. Das motiviert für die Zukunft!»