Doppelte Zielankunft für Emil Frey Racing beim 24h Rennen von Spa

Emil Frey Racing hat beim 24h Rennen im belgischen Spa beide Emil Frey GT3 Jaguar ins Ziel gebracht. Am Ende des Langstreckenklassikers belegten Jonathan Hirschi (CHE), Christian Klien (AUT) und Markus Palttala (FIN), die das Rennen am Samstagabend vorübergehend sogar anführten, den 49. Platz. Lorenz Frey (CHE), Stéphane Ortelli (MCO) und Albert Costa (ESP) kamen im Schwesterauto auf den 53. Rang.

Damit erfüllte Emil Frey Racing das selbst gesetzte Minimalziel für das 24h Rennen von Spa, dem vierten Wertungslauf des Blancpain GT Series Endurance Cups 2016. Erstmals setzte das Team aus Safenwil zwei Emil Frey GT3 Jaguar ein. Mit der Startnummer 14 ging die Stammmannschaft um Lorenz Frey, Stéphane Ortelli und Albert Costa ins Rennen. Im neu aufgebauten zweiten Rennauto mit der Startnummer 114 debütierten der Finne Markus Palttala, Vorjahressieger des 24h Rennen von Spa, und der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien. Dritter Mann war Jonathan Hirschi, der das Team bereits in den vergangenen zwei Jahren in Spa unterstützt hatte.

Schon im Verlauf der Trainingstage zeigte sich, dass beide Einsatzfahrzeuge ebenbürtig waren und auch insgesamt im Starterfeld der 65 GT3-Fahrzeuge mit schnellen Rundzeiten überzeugten. Mit den Startplätzen 37 (#14) und 39 (#114) sicherte sich Emil Frey Racing eine Ausgangsbasis im Mittelfeld für das Rennen auf dem 7,004 Kilometer langen Ardennenkurs.

Der Start zum 24h Rennen verlief zunächst unspektakulär. Beide Emil Frey GT3 Jaguar ordneten sich ohne Zwischenfälle im hochkarätig besetzten Feld ein. Schon gegen Ende der zweiten Stunde tauchten die beiden Raubkatzen unter den Top 5 auf, nach 66 Runden folgte der Paukenschlag: Jonathan Hirschi stiess auf Platz 1 vor und sorgte für eine Premiere. Zum ersten Mal führte ein Emil Frey GT3 Jaguar bei einem Rennen des Blancpain GT Series Endurance Cups – und das beim Highlight der Saison!

Möglich wurde dieser vorläufige Höhepunkt durch eine gute Rennstrategie, schnelle Rundenzeiten und Glück bei den Boxenstopps. Immer wieder musste das Rennen unfallbedingt durch das sogenannte Full Course Yellow neutralisiert werden – eine Gelbphase, während der auf der gesamten Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt. Emil Frey Racing entschied sich stets zum richtigen Zeitpunkt für den obligatorischen Boxenstopp und erntete die Lorbeeren dafür.

Als schliesslich die Nacht über den Ardennen hereinbrach, überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst erwischte es nach rund fünf Stunden Renndauer die Startnummer #114, die nach einer Kollision mit einem Audi im Kiesbett landete. Dabei wurde die Front stark beschädigt. Die Reparatur dauerte eine Stunde und kostete viele Positionen.

Auch das Schwesterauto kam nicht ungeschoren davon. In den frühen Morgenstunden sorgte ein Wechsel der Vorderachsdämpfer für einen grösseren Zeitverlust. Später zwang ein Elektrikproblem zu einem weiteren Stopp, bei dem zusätzlich noch ein Defekt am Antriebsstrang diagnostiziert wurde. Diese Zwangspausen vereitelten eine Topplatzierung beider Fahrzeuge. Am Ende kamen jedoch beide Emil Frey GT3 Jaguar ins Ziel und belegten die Plätze 49 (#114) und 53 (#14).

„Für uns ist es ein Erfolg, mit beiden Fahrzeugen das Ziel erreicht zu haben“, kommentierte Teamchef und Fahrer Lorenz Frey das Rennen. „Wir sind das einzige Team mit einem privat entwickelten GT3-Fahrzeug und konnten zeigen, dass wir speedmässig mit der GT3-Elite mithalten können. Die Führung in der Anfangsphase zeigte unser Potenzial. Leider hat uns ein Unfall und beim Schwesterauto die mangelnde Zuverlässigkeit einzelner Komponenten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch ist die doppelte Zielankunft ein versöhnlicher Abschluss. Mein Dank gilt der gesamten Mannschaft, die unermüdlich gearbeitet hat, und meinen Teamkollegen, welche die Autos mit viel Routine ins Ziel gebracht haben.“

Das nächste Rennen, das Finale des Blancpain GT Series Endurance Cups 2016, findet am 17. und 18. September auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings statt.