Emil Frey Jaguar Racing bei 1000 km von Paul Ricard vom Pech verfolgt

  • Rückschlag für beide GT3 Jaguar nach grandioser Fahrt und Podiumschance
  • Reifenschaden wirft #14 nach Rennführung zurück ins Mittelfeld
  • Technisches Problem stoppt Schwesterauto #114 an Platz zwei liegend

Paul Ricard (Frankreich), 26.06.2017:
Nach Monza und Silverstone fand am vergangenen Samstag der dritte Meisterschaftslauf des Blancpain GT Series Endurance Cup statt. In Paul Ricard (Frankreich) ging das Emil Frey Jaguar Racing Team mit zwei GT3 Jaguar nach einem erfolgreichen Testprogramm gestärkt in das 1000-km-Rennen. Mit beeindruckenden Auftritten beider „Katzen“ mit Führungskilometern und einem aussichtsreichen Podiumsergebnis, ereilte erst den #114 Rennwagen ein technisches Problem und schließlich wurde die Nummer #14 ebenso durch einen Reifenschaden zurückgereicht.

Trotz der enttäuschenden finalen Platzierungen von Platz 34 und 39 zeigte die Jaguar-Mannschaft einen starken Auftritt, der für das 24-Stundenrennen in Spa (Ende Juli) hoffen lässt. In dem konkurrenzstarken Teilnehmerfeld von 58 GT3-Fahrzeugen verpasste Albert Costa Balboa um nur 0,217 Sekunden die Pole Position und qualifizierte den #14 GT3 Jaguar auf dem vierten Platz – das beste Qualifyingergebnis für den von Emil Frey Jaguar Racing eigens entwickelten GT3. Auch das Schwesterauto zeigte gute Rundenzeiten und Christian Klien platzierte den #114 auf dem elften Platz.

Gleich in der Anfangsphase des sechsstündigen Rennens gab es zwei Full-Course-Yellow Phasen, die das Schweizer Team clever für die ersten Boxenstopps nutze. Stéphane Ortelli übergab den #14 an den Spanier Costa Balboa, der von da an seine Aufholjagd startete, einen Ferrari und Mercedes überholte und schließlich die Führungsposition übernahm. Auch das Schwesterauto profitierte von dem frühen Stopp und fand sich bald auf zweiter Position wieder. Die zwei GT3 Jaguar lagen auf aussichtsreichen Positionen, als mit nur noch 2:30 Stunden bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge die Pechsträhne einsetzte.

Doch trotz zwei Reifenschäden für den #14 und technischer Probleme beim #114, konnten beide GT3 Jaguar das Rennen fortsetzen und klassierten sich trotz einiger Runden Rückstand auf den Plätzen 34 und 39.

„Die Reifenschäden wurden vermutlich von einem Fahrzeug verursacht, dass uns von hinten drauf gefahren ist“, sagte Jürg Flach, Technischer Direktor Emil Frey Jaguar Racing. „Als wir mit der #114 auf dem zweiten Platz lagen, gab es auf einmal ein Problem mit der Gasannahme und das Auto blieb auch kurze Zeit auf der Strecke stehen. Christian (Klien) konnte zum Glück wieder starten und kam an die Box, aber natürlich verloren wir dadurch sehr viele Positionen.

„Beim darauffolgenden Boxenstopp gab es erneut ein technisches Problem mit der Elektrik und der Motor ließ sich nicht starten. Wir konnten zwar das Rennen nach kurzer Reparatur fortsetzen, aber mit elf Runden Rückstand war da nichts mehr zu holen. Es ist wirklich sehr frustrierend, denn das Team hat hervorragend gearbeitet und die Performance war stark – wir hätten beide Fahrzeuge in Top-Positionen bringen können.“

Als nächster Schritt zur Vorbereitung auf das 24-Stundenrennen von Spa dient der Testtag am 4. Juli 2017, bevor das Highlight des Jahres vom 27. – 30. Juli 2017 auf dem belgischen Ardennenkurs stattfindet.


Fahrerstimmen Emil Frey GT3 Jaguar #14

Stéphane Ortelli (MCO)
„Der Start war sehr intensiv und ein paar Autos vor mir hatten einfach einen besseren Speed und ich versuchte ihnen zu folgen. Wir konnten Platz vier halten und mit den Vordersten mitfahren. Die Temperaturen wurden kühler als erwartet und das war auch für die allgemeine Kühlung des Autos besser. Ich bin sehr stolz auf das Emil Frey Jaguar Racing Team, denn wir haben den GT3 Jaguar jetzt da, wo wir ihn haben wollten und auch wenn wir einfach diesmal kein Glück hatten, so stimmt mich die gute Performance sehr positiv für das 24-Stundenrennen in Spa.“

Albert Costa Balboa (ESP)
„Ich habe mich sehr darüber gefreut, für unseren GT3 Jaguar den vierten Startplatz herauszufahren, denn es war wirklich nicht einfach. Auf jeder schnellen Runde hatte ich Verkehr. Im letzten Anlauf passte dann alles bis auf einen kleinen Fehler. Großes Dankeschön an das Team, der GT3 Jaguar fühlte sich einfach sehr gut an und es ist großartig zu sehen, wie toll wir uns entwickelt haben. In meinem Stint konnte ich einen guten Rhythmus fahren, die Reifen kamen schnell auf Temperatur und konnte attackieren. Kurzzeitig übernahmen wir auch die Führung – doch leider konnten wir kein gutes Ergebnis ins Ziel retten.“

Lorenz Frey (CH)
„In den heißen Temperaturen waren alle Trainingseinheiten und das Qualifying für sowohl Mensch und Maschine sehr anstrengend. In meinem ersten Stint war ich ziemlich mittendrin und hatte viele tolle Zweikämpfe. Wir hatten das Potenzial in den Top-10 zu fahren und ein Punkteergebnis hätte auch wieder drin sein können. Als Team haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt und bereits im Zeittraining den ersten Meilenstein gesetzt. Wir hatten die richtige Performance, doch das ist einfach Racing, diese Dinge passieren. Jetzt müssen wir für Spa zwei einwandfreie Autos vorbereiten und dann greifen wir erneut an.“


Fahrerstimmen Emil Frey GT3 Jaguar #114

Marco Seefried (D)
„Wir konnten bereits am Freitag einiges am Auto verbessern, allerdings war der Vorteil beim Rennen, dass die Temperaturen abkühlten und das kam uns entgegen. Nach dem Test in Portugal wussten wir um unsere Stärke in den Long-runs und das zeigten wir auch im Rennen. Ich übernahm den Start und mit den zwei Full-Course-Yellow Phasen planten wir unseren Boxenstopp wirklich clever. Leider ereilte uns dann ein technisches Problem und wir verloren einfach zu viel Zeit um noch mal richtig ins Renngeschehen eingreifen zu können. Leider sehr frustrierend nach der tollen Fahrt.“

Christian Klien (A)
„Wir hatten ein starkes Qualifying als Team mit P4 für das Schwesterauto und Platz elf für unseren GT3 Jaguar. Seit Freitag konnten wir ein paar Dinge verbessern und waren wirklich in der Lage zu attackieren. Obwohl wir am Freitag Zeit verloren um das Set-up abzustimmen, passte am Samstag dann alles und die Ausgangsposition war klasse für das lange Rennen. Das technische Problem kam wie aus heiterem Himmel ohne Ankündigung. Von der Pace waren wir in Paul Ricard extrem stark, von den Zeiten bei den Besten dabei und ohne technisches Problem wäre ein Podium definitiv möglich gewesen. Diesmal waren wir leider vom Pech verfolgt.“

Jonathan Hirschi (CH)
„Das Rennen gleich mit zwei Safety-Car bzw. Full-Course-Yellow zu starten war nicht einfach, aber wir hatten eine gute Strategie und kamen früh an die Box. Alles lief nach Plan bis wir mit dem Problem zu kämpfen hatten. Als Team hatten wir wirklich viel Pech in diesem Rennen. Aber wir sind trotzdem im Rennen geblieben und nutzten die Runden als Testkilometer. Ich bin positiv was das Rennen in Spa angeht, denn der Speed und die allgemeine Leistung ist da.“