Emil Frey Jaguar Racing erzielt erste Punkte bei Heimrennen in Silverstone

  • Beide GT3 Jaguar mit toller Performance in dreistündigem Rennen
  • Spanier Costa Balboa holt im #14 die ersten Punkte der Saison
  • Schwesterauto #114 komplettiert nach anfänglichen Schwierigkeiten starkes Top-12 Resultat

Silverstone (Großbritannien), 14.05.2017:
Pünktlich zum Start in den zweiten Saisonlauf des Blancpain GT Series Endurance Cup in Silverstone zeigte sich das englische Wetter von seiner schönen Seite. Bei strahlendem Sonnenschein belegten die beiden GT3 Jaguar des Emil Frey Jaguar Racing Rennstalls zwei hervorragende Top-12 Ergebnisse und sicherten sich mit einem zehnten Platz die ersten Punkte in dieser Saison.

Nachdem Emil Frey Jaguar Racing beim Saisonauftakt in Monza nach vielen unglücklichen Umständen keine Punkte nach Hause bringen konnte, lagen alle Hoffnungen auf dem Heimrennen für die englische Automobilmarke. Nicht zuletzt, da das Schweizer Team bereits im letzten Jahr mit einer konkurrenzstarken Performance beeindruckte und vor zwei Jahren sein erstes Podium überhaupt eingefahren hatte.

Während der #14 GT3 Jaguar im ersten Freien Training mit der drittbesten Zeit glänzte, hatte man im Pre-Qualifying ein paar Probleme mit den richtigen Setup-Abstimmungen. Bei wechselnden Streckenbedingungen im allesentscheidenden Zeittraining am Sonntag Vormittag qualifizierten sich die beiden blauen Rennkatzen dann auf den Plätzen 15 (GT3 Jaguar #114) und 16 (Schwesterauto #14), getrennt von lediglich 0,030 Sekunden.

Der Österreicher Christian Klien startete im #114 in das Rennen und verlor nach einem chaotischen Start mit zwei Einführungsrunden gleich zu Beginn sechs Positionen, als er einem Unfall direkt vor ihm ausweichen musste. Danach konnte er trotz viel Verkehrs noch einige Plätze gut machen und übergab das Auto an Teamkollege Marco Seefried (D).

Das Schwesterauto erwischte einen besseren Start in das Rennen: Der Monegasse Stéphane Ortelli machte enorm viel Boden gut und kam als Achter an die Box zum Stopp, bei dem Lorenz Frey (CH) das Steuer des #14 übernahm. Durch fehlenden Reifendruck konnte Frey jedoch nicht wie gehofft attackieren und büßte ein paar Positionen ein.

In der zweiten Rennhälfte hatte Seefried im #114 zweimal viel Glück, als er drehenden Fahrzeugen ausweichen konnte. In seinem Stint machte er ordentlich Boden gut und Jonathan Hirschi (CH) kam als 16ter zurück auf die Strecke, um die letzte Rennstunde in Angriff zu nehmen.

Albert Costa Balboa bildete im #14 das Schlusslicht und zeigte eine herausragende Aufholjagd. Erst schnappte er sich zwei Lamborghini und zog dann im teaminternen Kampf am Schwesterauto vorbei. Der Spanier drehte dann mit 20 Minuten bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge noch einmal richtig auf, überholte den #88 Mercedes und sicherte sich mit Platz zehn die ersten Punkte in diesem Jahr für das Emil Frey Jaguar Racing Team. Der Schweizer Hirschi hatte seinerseits ebenso eine gute Schlussphase und verpasste nur ganz knapp die Punkteränge mit einem tollen 12. Platz.

„Es war sicherlich kein einfaches Rennen für uns, aber wir hatten dann ein positives Ende für beide Autos“, sagte Jürg Flach, Technischer Direktor Emil Frey Jaguar Racing. „Die lange Safety-Car-Phase war ein deutlicher Nachteil für uns bei den Boxenstopps, denn wir mussten insbesondere für das zweite Auto sehr lange warten und verloren dadurch einige Plätze. Allerdings erholten wir uns gut und konnten gerade in beiden letzten Rennstints noch mal eine sehr starke Leistung beider GT3 Jaguar abrufen. Wir haben gekämpft und unser Speed war sehr gut. Das ganze Team hat hart gearbeitet und wir waren sehr konkurrenzfähig mit einer sehr guten Performance, was für die weiteren Rennen hoffen lässt. Heute wurden wir mit Platz zehn und den ersten Punkten belohnt. Besonders Albert und Jonathan haben eine brillante Leistung in ihren Stints gezeigt und wir freuen uns sehr über die beiden Top-12 Ergebnisse.“


Fahrerstimmen Emil Frey GT3 Jaguar #14

Stéphane Ortelli (MCO)
„Der GT3 Jaguar hat sich über den Winter wirklich stark verbessert und wir konnten auch diesmal wie schon in Monza mit den ganz Großen um Positionen kämpfen. In meinem Stint konnte ich sowohl den Nissan als auch den Bentley überholen und das sind beides Autos, die bereits Rennen gewonnen haben. Ich kam bis auf den achten Platz vor als ich an die Box fuhr. Das Team hat heute wieder einen ganz tollen Job gemacht und es freut mich sehr, dass wir die ersten Punkte einfahren konnten.“

Lorenz Frey (CH)
„Die Strecke war im letzten Qualifying noch etwas feucht vom morgendlichen Regen und wir gingen auf Slicks raus. Trotz der schmierigen und rutschigen Streckenverhältnisse war es klasse zu sehen, wie super sich der GT3 Jaguar fahren ließ. Wir konnten die ganze Zeit attackieren und es fühlte sich toll an. Leider hatte ich nicht den richtigen Reifendruck, als ich in meinen Stint startete und verlor dadurch einige Positionen. Zum Rennende hin liefen aber beide GT3 Jaguar noch sehr gut und man hat wieder mal gesehen, dass sie in Long-Runs einfach am besten funktionieren. Es ist super, dass wir bei Jaguars Heimrennen die ersten Punkte der Saison einfahren konnten.

Albert Costa Balboa (ESP)
„Das Zeittraining verlief sehr enttäuschend für mich. Gerade als ich meine Reifen aufwärmen wollte, wurde ich im Verkehr aufgehalten. Natürlich ist das Rennsport, aber es ist schade, wenn man ein Auto fährt, dass sich in den Top-5 qualifizieren könnte und dies nicht schafft. Zum Glück konnte ich dann im Rennen das Potenzial des GT3 Jaguar wieder zeigen. Ich hatte einige starke Überholmanöver und das Auto ging zum Ende hin immer besser. Ich bin sehr stolz, dass wir die ersten Punkte für das Team und die ganze Mannschaft eingefahren haben.“


Fahrerstimmen Emil Frey GT3 Jaguar #114

Christian Klien (A)
„Unser Qualifying war gut und der Abstand nach vorne ok, aber ich denke wir hätten trotzdem noch etwas mehr herausholen können. Trotzdem war die Performance heute sehr gut, wenn man bedenkt, dass wir am Samstag noch Probleme mit der Abstimmung hatten. Ich hatte Glück, dem Unfall gleich in der zweiten Runde ausweichen zu können, aber leider überholten mich einige Fahrzeuge und ich verlor Positionen. Danach war es extrem schwierig, wieder Plätze gut zu machen. Die Performance des GT3 Jaguar hat heute gestimmt, aber wir sind einfach zu weit hinten gestartet und steckten dann im Verkehr fest.“

Marco Seefried (D)
„Ich hatte im Qualifying einen Rutscher als ich bei Turn 8 rauskam, ich hatte nicht erwartet, dass der Curb dort noch so nass war. Dadurch habe ich viel Zeit verloren und ich denke, wir hätten ein bisschen schneller sein können. In meinem Stint hatte ich wirklich zu kämpfen und es war auch ziemlich heiß im Auto. Jonathan hatte dann noch ein wirklich gutes Rennen zum Ende hin und leider sind wir nur ganz knapp an den Punkterängen vorbeigeschrammt.“

Jonathan Hirschi (CH)
„Wir hatten im ersten Qualifying mit P5 eine richtig gute Pace, die einfach die aktuelle Leistung des GT3 Jaguar auch belegte. Im Rennen hatten wir eine gute Strategie und ich konnte in meinem Stint richtig attackieren. Albert (Costa Balboa) war etwas schneller, also ließ ich ihn vorbei. Mit Platz 12 sind wir zwar nach dem turbulenten Rennen zufrieden, trotzdem wären ein paar Punkte toll gewesen.“