Ermutigendes Lebenszeichen des Emil Frey GT3 Jaguar

Nach monatelanger, harter Entwicklungs- und Aufbauarbeit wurde das Emil Frey Racing Team beim ersten Renneinsatz mit ermutigenden Resultaten belohnt. Wenige Tage vor dem Saisonfinale der Blancpain Endurance Series vom 22. September war es völlig offen, ob es die Mannschaft um Projektleiter Fredy Barth und Lorenz Frey schaffen würde, den neu überarbeiteten Emil Frey GT3 Jaguar bis zum Rennstart fertig zu bekommen. Rund eine Woche vor dem Renneinsatz spulte der neue Emil Frey GT3 Jaguar in Dijon seine ersten Runden als Funktionstest ab. Danach wurde das Fahrzeug über das Wochenende nochmals komplett zerlegt, kontrolliert und in zahlreichen Details optimiert und wieder aufgebaut. Nach dem Aufbau der Boxen und weiteren Arbeiten der Mechaniker wurde der Emil Frey GT3 Jaguar spät aber rechtzeitig fertig.

Projektleiter Fredy Barth: „Wir wollten keine Erwartungen schüren. Inzwischen hatten sich aber rund 60 Teamgäste angemeldet. Es gab kein Zurück! Ein grosses Risiko und bestimmt etwas Wahnsinn.“

Die Blancpain Endurance Series hat sich mit Fahrzeugen von zehn Herstellern und rund 60 Teilnehmern zur weltweit härtesten GT3-Meisterschaft entwickelt. Für das Emil Frey Racing Team und den neu entwickelten Emil Frey GT3 Jaguar ist sie ein gnadenloser Prüfstein, den die Schweizer aber auch ohne vorgängige Testfahrten bravourös bestanden. Von Anfang an machte das Schweizer Team mit den Piloten Lorenz Frey, Fredy Barth und Gabriele Gardel eine gute Figur. Die freien Trainings und die Qualifyings der drei Piloten gingen ohne technische Probleme über die Bühne. Im Rennen zeigte Startfahrer Fredy Barth eine ermutigende, schnelle erste Rennphase und arbeitete sich im dichten GT3-Verkehr an namhaften Konkurrenten vorbei. Ein ungestümer Konkurrent machte dem Vorwärtsdrang des Emil Frey Racing Teams aber schon im zweiten Stint ein Ende und traf den Emil Frey GT3 Jaguar so unglücklich am Vorderrad, dass das Lenkgehäuse brach.

Lorenz Frey: „Er ist mir unkontrolliert ins Vorderrad gekracht. Ich konnte nicht viel tun. Ein Ausfall ist immer ärgerlich. Trotzdem war der ganze Einsatz am Nürburgring ein sehr positives Debüt im richtigen Moment und ein riesiger Aufsteller für das Team, das so hart gearbeitet hat.“

Auch Projektleiter und Fahrer Fredy Barth ist zufrieden mit dem ersten Einsatz: „Wir hatten keine technischen Probleme. Das ist sensationell, da kann man vor dem Team und den Technikpartnern nur den Hut ziehen. Leider sind wir durch einen Crash ausgefallen. Aber das ist das Risiko des Rennsports. Wenigstens haben wir erste wichtige Daten über das neue Fahrzeug gewonnen und können gezielt für die kommende Saison weiter arbeiten.“

Der mit GT-Fahrzeugen erfahrene Tessiner Pilot Gabriele Gardel war vom kurzen Einsatz im Emil Frey GT3 Jaguar ebenfalls angetan: „Das Auto fühlt sich völlig anders an als der Vorgänger. Man spürt, da ist Potenzial. Ich freue mich schon sehr auf die Testfahrten und eine hoffentlich erfolgreiche Saison 2014!“