Zielflagge nach turbulentem Rennen

In einem schwierigen Rennen, das in der Anfangsphase von Wetterkapriolen und zahlreichen Safety Car Phasen gekennzeichnet war, fuhren wir mit unseren Fahrern Lorenz Frey, Fredy Barth, Gabriele Gardel und Jonathan Hirschi auf Rang 9 der ProAm-Wertung und den 27. Gesamtrang.

Nach 24 kräfte- und nervenzehrenden Stunden und einer dramatischen Endphase durften wir doch noch feiern. Im legendären 24 Stunden Rennen auf der 7,0 km langen Hochgeschwindigkeits-Rennstrecke durch die Ardennen fuhren Lorenz Frey, Fredy Barth, Gabriele Gardel und Jonathan Hirschi trotz Problemen auf den neunten Rang der mit 27 Fahrzeugen besetzten ProAm-Wertung und auf den 27. Gesamtrang. Dabei legten sie mit unserem Emil Frey GT3 Jaguar 497 Runden oder 3481 km zurück.

Lorenz Frey:«Nach den Vortests und dem freien Training konnten wir auf konkurrenzfähige Rundenzeiten im vorderen Drittel hoffen. Im Rennen waren wir nach einer starken Aufholjagd lange auf Kurs für einen Top 20- Rang. Letztlich sind wir aber im Ziel, was eine grossartige Teamleistung ist und auf das wir hart hingearbeitet haben.»

Im freien Training glänzten wir, als einziges mit einem selbst entwickelten Fahrzeug antretendes Privatteam im Weltklassefeld mit elf Marken, 57 Teilnehmern und vielen Werkspiloten, mit Rang 6. Im hektischen Qualifying lief es hingegen enttäuschend, am Ende gab es nur den 32. Startplatz.

Im Rennen, das von einer verregneten Anfangsphase mit spektakulären Unfällen und mehreren langen Safety Car Phasen geprägt war, kämpften wir uns mit dem Emil Frey GT3 Jaguar stetig nach vorne und waren schon nach sechs Rennstunden in die Top 15 vorgerückt. Nachts wurden wir jedoch durch eine unverschuldete Kollision an die Boxen gezwungen, was einen Rückfall bis auf P37 bedeutete.

Nach einer erneuten Aufholjagd auf Rang 16 ereilte dem Emil Frey GT3 Jaguar ein Problem im Antriebsstrang, was unserer Mechaniker Crew mit einer grösseren Reparatur eine Spitzenleistung unter härtesten Bedingungen abforderte. Das Fahrerteam dankt es ihnen mit einer erneuten Aufholjagd und Rundenzeiten im Bereich der Spitzenfahrzeuge.

Eine Stunde vor dem Rennende lagen wir erneut auf P8 der ProAm-Wertung und dem 23. Gesamtrang, als sich eine dramatische Schlussphase mit Problemen mit dem Benzinkreislauf ankündigte. Nach einer Notreparatur und mit deutlich langsameren Rundenzeiten erreichte der Emil Frey GT3 Jaguar nach 24 Stunden das Ziel eines des härtesten 24-Stunden-GT-Rennens der Welt.

Fredy Barth:«Der Speed war phantastisch. Wir konnten mit fast jedem anderen Fahrzeug mithalten. Das ist ein enormer Fortschritt. Letztlich haben wir aber zu viel Zeit in der Box verloren. Immerhin konnten wir ein grosses Ziel erreichen und die Zielflagge trotz diesem Drama in den letzten Minuten sehen. Darauf dürfen wir stolz sein. Dies motiviert uns für das nächste Rennen auf dem Nürburgring.»

Gabriele Gardel:«Gegenüber unseren Anfängen haben wir uns gewaltig gesteigert und können nun der Konkurrenz auf Augenhöhe begegnen. So macht es Freude, zumal wir als einziges Jaguar-Team noch immer der Exote im GT3-Feld sind.»

Jonathan Hirschi:«Ich bin stolz, das Emil Frey Racing Team bei einem so grossen Rennen unterstützen zu dürfen und ziehe den Hut, was die Techniker seit letztem Jahr aus dem Jaguar geholt haben. Vom Tempo her waren wir vorne dabei. Zur grossen Überraschung haben nur Kleinigkeiten und ein bisschen mehr Rennglück gefehlt, aber eine Zielankunft bei einem 24-Stunden-Rennen ist immer ein toller Erfolg.»

Jürg Flach, technischer Direktor:«Aufgrund unseren bisherigen Leistungen und dem vorangegangenen Test in Spa, den wir auf Platz 11 von 57 Fahrzeugen beendet haben, sind wir mit hohen Erwartungen nach Spa gereist. Leider haben es technische Probleme verhindert, eine bessere Platzierung zu erreichen. Das Team hat jedoch eine grossartige Leistung vollbracht und die gewonnen Erfahrungen aus diesem harten Rennen sind sehr wertvoll für die weitere Entwicklung des Teams und des Fahrzeugs. Dieser Erfolg zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»